Noch jeder Gott war menschliches geschöpfe

Die immer seligen sind allein die tröpfe

Nur was die narren sprechen ist orakel

Nur was nie war ist frei von jedem makel

Die tugend dank am meisten dem vergehen

Die liebe kommt vom mangelhaften sehen

Kein heiliger der′s nicht aus dem sünder wurde

Und ewige wahrheit bleibt nur das absurde.


Das Gedicht "Die teuflische Stanze" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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