Frühe nacht verwirrt die ebnen bahnen -

Kalte traufe trübt die weiher -

Glückliche Apolle und Dianen

Hüllen sich in nebelschleier.

 

Grau blätter wirbeln nach den gruften.

Dahlien levkojen rosen

In erzwungenem orchester duften -

Wollen schlaf bei weichen moosen.

 

Heisse monde flohen aus der pforte.

Ward dein hoffen deine habe?

Baust du immer noch auf ihre worte

Pilger mit der hand am stabe?


Das Gedicht "Die Gärten schliessen" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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