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Besuch


Sanftere sonne fällt schräg

Durch deiner mauer scharten

In deinen kleinen garten

Und dein haus am gehäg.

 

Schwirren die vögel im plan,

Regen sträuche die ruten :

Ziehen nach tagesgluten

Erste wandrer die bahn.

 

Fülle die eimer nun strack!

Netze im pfade die kiese

Büsche und beete der wiese

Hängros und güldenlack!

 

Und bei der wand am gestühl

Brich den zu wirren eppich!

Streue blumen zum teppich!

Duftend sei es und kühl

 

Wenn ER als pilgersmann

In solchen dämmerungen

Nochmals vielleicht durchdrungen

Unsere erde und dann

 

Überm weg das geäst

Teilt mit dem heilgen oden -

Er eine Weil deinen boden

Tritt und sich niederlässt!



(* 12.07.1868, † 04.12.1933)




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