Nach oben

Zukunft


Wie auf ausgespannten Sturmesschwingen

Eilt der Augenblick! - Den Flug der Zeit

Hemmt kein Wunsch; des Herzens bange Stunden

Schwinden hin, wie seine Seligkeit!

 

Weh den Armen, dessen trüben Sinnen

Der Sekunge Glück vergebens blüht,

Dem beim leisen Frühlingswehn der Freude

Nicht entzückt die blasse Wange glüht!

 

Denn ach! bald verrauscht wie Morgenträume

Unser Leben und der Vorhang sinkt.

Wir erwachen; - neue fremde Szenen

Warten unser, wo kein Leitstern winkt.

 

Welche dunkle, unbekannte Gegend

Jenes fremden Landes, wo noch nie,

Nie ein Pilger wiederkehrte, müssen

Wir durchwandeln? Wer beschreibt uns sie?

 

Ewigkeit! Vernichtung! - zwischen beiden

Bleibt der Sterbliche betroffen stehn,

Harrt, daß ihm an der Erfahrung Grenze

Soll ein höh´rer Strahl entgegenwehn.



(* 27.03.1770, † 31.10.1806)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!