Nach oben

Die Gottheit


Als einst dem Chaos werdender Gestalten,

Sich auch der Mann mit stolzer Form entzogen,

Der Gottheit Bilder noch auf heil'gen Wogen,

Mit reinen Strahlen in dem Reinen wallten.

 

Da fühlt er schnell die heil'ge Glut erkalten,

Das Bild der Göttlichkeit ist ihm entflogen;

Zum Tier fühlt er sich schnell herabgezogen,

Und ringt mit ihm um herrschende Gewalten.

 

Bald ward das Weib - es führt der Seraph Liebe,

Sie dem Gesunknen zu - und sanfte Triebe

Umschlingen ihn mit himmlischem Gefieder.

 

Als liebend er der Liebe sich ergeben,

Sieht er die Schönheit jeder Form entschweben;

Und nur in ihr find't er die Gottheit wieder!



(* 27.03.1770, † 31.10.1806)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

  • Noch kein Kommetar vorhanden!