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An Henriette von


Durch die Gebüsche

Singend und helle,

Stürzet die frische

Silberne Quelle.

 

Ruhige Lieder

Flüstern die Bäume,

Selige Träume,

Säuseln hernieder.

 

Tief in dem Schatten,

Sehnend und milde,

Girret die wilde

Taube dem Gatten.

 

Tieferes Sehnen

Klagt Philomele,

Hauchet in Tönen

Liebend die Seele.

 

Wildes Gefieder

Singet dazwischen

Seltsame Lieder

Aus den Gebüschen.

 

Und des Akkordes

Fröhlicher Wahrheit,

Fehlt nur des Wortes

Schönere Klarheit.

 

Du! mit dem dunkeln

Aug' der Gazelle!

Laß an der Quelle

Bald es mir funkeln!

 

Laß, diese Klänge

Mild zu verschönen,

Süße Gesänge

Froh dir enttönen,

 

Und in die frischen

Wilden Akkorde

Zärtlich sich mischen

Trauliche Worte!



(* 27.03.1770, † 31.10.1806)




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