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An einen Baum am Spalier


Armer Baum! - an deiner kalten Mauer

festgebunden, stehst du traurig da,

fühlest kaum den Zephyr, der mit süßem Schauer

in den Blättern freier Bäume weilt

und bey deinen leicht vorübereilt.

O! dein Anblick geht mir nah!

und die bilderreiche Phantasie

stellt mit ihrer flüchtigen Magie

eine menschliche Gestalt schnell vor mich hin,

die, auf ewig von dem freien Sinn

der natur entfernt, ein fremder Drang

auch wie dich in steife Formen zwang.



(* 27.03.1770, † 31.10.1806)




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