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Mutterliebe


Ich bin so schwach, ich bin so matt,

Seit man aus mir genommen hat

Mein Kindlein, das süße, das runde

Mit dem wunderlieblichen Munde,

Den Bäcklein so rosig, den Äuglein voll Glanz,

Darin sich die Welt mir spiegelt ganz!

 

Mein Kindlein, ich lieb′ es so innig, so wahr!

Denn ′s ist eine Perle, ganz echt, ganz rar!

Und leid′ ich nun auch die gleichen Qualen

Wie die Auster, der man aus den Muschelschalen

Entnommen die Perle, so mag ich denn sterben,

Stolz: meine Perle der Welt zu vererben!



(* 07.02.1852, † 12.06.1907)




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