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Der Kuß


Dein Kuß allein will mir nicht genügen!

Ein Kuß nicht mein Begehren stillt!

Trankst Du ihn je in vollen Zügen

Und empfandst noch nicht, was aus ihm quillt?

 

Ein Kuß - ein Blitz unter Sturmes Toben -

Ein süß Gewittern der Sinnenflut

Im tiefsten Mark, das nach unten, nach oben

Das Sein im Zickzack durchrast mit Glut.

 

Gewitter, das nicht sich löset in Regen ...

In den Wolken bleibt und wühlend drin schwebt ...

Und wetterleuchtend auf allen Wegen

Mit peinvollen Schauern uns durchbebt ...



(* 07.02.1852, † 12.06.1907)




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