Wer niemals fühlte per Pedal,

dem ist die Welt ein Jammertal!

Ich radle, radle, radle.

 

Wie herrlich lang war die Chaussee!

Gleich kommt das achte Feld voll Klee.

Ich radle, radle, radle.

 

Herrgott, wie groß ist die Natur!

Noch siebzehn Kilometer nur.

Ich radle, radle, radle.

 

Einst suchte man im Pilgerkleid

den Weg zur ewigen Seligkeit.

Ich radle, radle, radle.

 

So kann man einfach an den Zehn

den Fortschritt des Jahrhunderts sehn.

Ich radle, radle, radle.

 

Noch Joethe machte das zu Fuß,

und Schiller ritt den Pegasus.

Ick radle!


Das Gedicht "Radlers Seligkeit" stammt von (* 1863-11-18, † 1920-02-08).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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