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Landung


Mein weißer Schwan vor mir, noch ziehn wir leise

auf dunkler Flut durch unser Morgengrauen,

zur blassen Ferne, wo die Wellenkreise

dem jungen Tage hoch entgegenblauen.

 

So lassen wir uns tragen, weiter tragen,

und golden wird der dunkle Wasserbogen,

bis wir die seligen Inseln sehen ragen

im Glanz der Frühe aus den stillen Wogen.

 

Da wirst du losgeknüpft von meinen Zügeln,

der Nachen säumt, wir sind am Heimatlande;

da dehnst du dich mit ausgespannten Flügeln

und steigst hinauf mit mir zum hellen Strande.

 

Und von den Höhen wird ein Singen wehen,

die Bahn zum Licht zu weisen auch den Brüdern,

und durch die Tiefen wird ein Klingen gehen

von großem Glück: aus meinen Schwanenliedem.



(* 18.11.1863, † 08.02.1920)




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