Es gibt so wunderweiße Nächte,

Drin alle Dinge Silber sind.

Da schimmert mancher Stern so lind,

Als ob er fromme Hirten brächte

Zu einem neuen Jesuskind.

 

Weit wie mit dichtem Diamantenstaube

Bestreut, erscheinen Flur und Flut,

Und in die Herzen, traumsgemut,

Steigt ein kapellenloser Glaube,

Der leise seine Wunder tut.


Der Text des Gedichts "Wunderweiße Nächte" stammt von (* 1875-12-04, † 1926-12-29).




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