Eins - lernt man in dem Leben doch: entbehren,

und ganz gewiß - ob früher oder spät -

des jungen Herzens ungestümes Gähren

vergeht.

 

Dann sieht man tränenlos auf mancher Bahre,

lernt mählich Teures missen - und versteht,

daß auch der größte Schmerz im Lauf der Jahre

vergeht.


Der Text des Gedichts "Die Lehre des Lebens" stammt von (* 1875-12-04, † 1926-12-29).




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