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Die Genesende


Wie ein Singen kommt und geht in Gassen

und sich nähert und sich wieder scheut,

flügelschlagend, manchmal fast zu fassen

und dann wieder weit hinausgestreut:

 

spielt mit der Genesenden das Leben;

während sie, geschwächt und ausgeruht,

unbeholfen, um sich hinzugeben,

eine ungewohnte Geste tut.

 

Und sie fühlt es beinah wie Verführung,

wenn die hart gewordne Hand, darin

Fieber waren voller Widersinn,

fernher, wie mit blühender Berührung,

zu liebkosen kommt ihr hartes Kinn.



(* 04.12.1875, † 29.12.1926)




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