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Wie ich mir mein Grab wünsche


Ihr Grotten, Quellen ihr,

Die aus dem Felsrevier

Hinstürzet unverwandt,

Ein gleitend Band,

 

Ihr Wälder, Bachgerinn

Durch grüne Wiesen hin,

Ihr Ufer, Haine dort,

Vernehmt mein Wort.

 

Will es die Schicksalsstund,

Daß ich nun geh zugrund,

Und wird genommen mir

Was schön war hier,

 

Soll nimmermehr es sein,

Daß man aus Marmorstein

Voll übertriebener Pracht

Ein Grab nur macht.

 

Ein Baum soll mich allein

Beschatten statt dem Stein,

Mit seiner Blätter Kleid,

Grün alle Zeit.



(* 06.09.1524, † 27.12.1585)




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