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An Cassandre


Mit seinen Blumen und gesprungnen Blüten
Läßt nun der Frühling meine Schmerzen blühn,
Durch meine Nerven und Arterien ziehn
Sich Feuer, die in meinen Knochen wüten.

So vielen Fluten muss die Stirn nicht bieten
Der Seemann, treibt Boreas Atem ihn,
Und so viel Sand sieht Afrika nicht glühn,
Wie Qualen tief in meinem Herzen brüten.

Ich hätte Lust - so grässlich muss ich leiden!-
Aus meinem Leib das Leben mir zu scheiden,
Die Festung meiner Sehnsucht auszuhöhlen.

Hätt mich vor dieser Tat nicht Furcht ereilt,
Dass mit dem Tod auch meine Wunde heilt,
Denn die wird nach dem Todesstoß mir fehlen.



(* 06.09.1524, † 27.12.1585)




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