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Herbstmorgen


Vater, herrlicher Vater,

Soll ich meine Seele dir senden,

Was soll ich mit ihr,

Ich verstehe sie ja nicht mal zu halten,

Nicht zu gestalten?

Und sie liebt dich so,

Und ich treibe sie weit,

Weit ab von dir,

In Nesseln und in Sumpf,

Und ihre scharfen Sinne

Wurden dumpf.

Wie dieser blaue,

Rüstige Morgen,

Wie er sich öffnet

Deiner starken Sonne

Freundlichem Gold,

So auf zu dir.

Und wie jung und weiß umflimmert

Die Herbstblumen bunte

Kinderwelt

Hier auf dem Schulhof,

So sollen munter

Meiner Seele

Ewige Jugendkräfte

Wandeln vor dir.



(* 11.09.1854, † 07.04.1904)




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