Glaubt mir! Den Hund ich töte,
Der mir die schöne Kröte
Zu rauben wagen sollte.
Der Ampeln dunkle Röthe
Durchglühet meine Kröte,
Als wenn sie brennen wollte.
Weh′ dem, der mir verböte,
Die wunderbare Kröte
Zu speisen und zu preisen!
O Kröte! Schöne Kröte!
Das Gedicht "Glaubt mir!" stammt von Paul Scheerbart (* 1863-01-08, † 1915-10-15).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte