Nach oben

Ach, da ich bei dir saß


Ach, da ich bei dir saß,

So außer mir,

Und wußte mich so ganz in dir,

Wie hoch war das!

 

Der Seele tiefe Flut

War unbewußt

Des engen Ufers ihrer Brust.

 

Und wie sie überschwoll

Und in sich schlang

All deiner Seele Flutendrang,

War′s selig grauenvoll,

Als schauerten vereint die Wogen bang;

 

Wie an dem Tag

Da Gottes Liebe webender Hauch

Über den dunkeln Wassern lag.



(* 15.03.1830, † 02.04.1914)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

  • Noch kein Kommetar vorhanden!