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Nordwind im Sommer


Vom Meere duftend fliegt der Wind ins Land.

Die dunklen Parke flattern in der Brise.

Kleehügel blühen vor dem Duft der Wiese;

Der Himmel steht, sich selber unbekannt,

 

Ein weißer Fischer in den Roggenmeeren,

Wo Taubenflug aufspritzt, ein Wasserstrahl,

Wo Wolkenschatten rinnen in das Tal,

Fliegende Fische sind — die Roggenähren.

 

Der Weißklee schmeißt den Junitag zur Seite,

Und manchmal fliegen Reiher um den stummen,

Fischlosen See, auf dem die Bienen summen,

Und nehmen zögernd ihren Flug ins Weite.

 

Ich galoppiere vor dem Sonnenschein,

Auf weißem Pferde flatternd, Wind geworden,

Und Sonnenfetzen um den Hals, nach Norden.

Ich werde mittags an dem Meere sein.



(* 31.12.1885, † 16.03.1921)




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