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Nacht über Finnland


Die Nadelwälder dunkeln fort im Osten,

Und aus den Seen taucht das Nachtgespenst

Den gelben Kopf, von Feuerrauch gekränzt,

Den Sterngeruch der neuen Nacht zu kosten.

Zu weißen Pilzen filzen Fichtenpfosten,

Und Ast an Ast in zartem Lichte glänzt,

- befrorne Linien - Filigran umgrenzt,

Zieht die Kontur aus reinen, reifen Frosten.

Bis auf das alte, runde, schwarze Eis

Des Grundes sind die Flüsse zugefroren.

In Schuttmoränen glänzt der glatte Gneis

Und in den leuchtenden, polierten Mooren.

Die Krähen schreien ewig: Tag - und Tat -

Nebel und Kälte fällt wie Sack und Saat.



(* 31.12.1885, † 16.03.1921)




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