Wer die blühenden Wiesen kennt

Und die hingetragene Herde,

Die, das Maul am Winde, rennt:

Junge Pferde! Junge Pferde!

 

Über Gräben, Gräserstoppel

Und entlang den Rotdornhecken

Weht der Trab der scheuen Koppel,

Füchse, Braune, Schimmel, Schecken!

 

Junge Sommermorgen zogen

Weiß davon, sie wieherten.

Wolke warf den Blitz, sie flogen

Voll von Angst hin, galoppierten.

 

Selten graue Nüstern wittern,

Und dann nähern sie und nicken,

Ihre Augensterne zittern

In den engen Menschenblicken.


Das Gedicht "Junge Pferde" stammt von   (1885 - 1921).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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