Ich lasse mein Gesicht auf Sterne fallen,

die wie getroffen auseinander hinken.

Die Wälder wandern mondwärts, schwarze Quallen,

ins Blaumeer, daraus meine Blicke winken.

 

Mein Ich ist fort. Es macht die Sternenreise.

Das ist nicht Ich, wovon die Kleider scheinen.

Die Tage sterben weg, die weißen Greise.

Ichlose Nerven sind voll Furcht und weinen."

 


Das Gedicht "In der Welt" stammt von (* 1885-12-31, † 1921-03-16).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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