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Des Narren Regenlied


Regenöde, regenöde

Himmel, Land und See;

Alle Lust ist Last geworden,

Und das Herz thut weh.

 

Graugespinstig hält ein Nebel

Alles Sein in Haft,

Weher Mut weint in die Weiten,

Krank ist jede Kraft.

 

Die Prinzessin sitzt im Turme;

Ihre Harfe klingt,

Und ich hör, wie ihre Seele

Müde Sehnsucht singt.

 

Regenöde, regenöde

Himmel, Land und See;

Alle Lust ist Last geworden,

Und das Herz thut weh.



(* 28.06.1865, † 01.02.1910)




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