Die Sonne wärmt ihr goldbraun rothes Haar:

das leuchtet nun so tief, das sprüht so reich –

der Prunk der Feste flammt um ihre Schläfen!

 

Man darf ihr nicht verrathen, wie so hoch,

wie sie so herrlich thront vor meinen Sinnen –

sonst küsst sie meine Hände mir nicht mehr

und lacht nicht mehr so wie die Kinder lachen,

und macht wohl fremde Seelen unterthan ...

das will die Sonne nicht.


Das Gedicht "In der Sonne" stammt von (* 1864-06-03, † 1905-02-11).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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