Unter meinen Wunderhänden

wächst ein Lied zum Preis der Schönheit:

alle Töne wollen klingen,

schwingen jeder Laut.

 

Und ich beuge mich am Werke,

kaum dass ich die Augen hebe –

unter meinen Wunderhänden

wächst ein Lied zum Preis der Schönheit.

 

Nichts wird dir verborgen bleiben,

dir entfalten soll ich Alles,

ja das Bild des Lebens selber

soll sich strahlend dir verdichten

unter meinen Wunderhänden.


Das Gedicht "Enis vor Harun al Raschid" stammt von (* 1864-06-03, † 1905-02-11).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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