Deines Gartens armer Spatz
zählet dir zum Ruhme
jede ihm zur Winterzeit
hingestreute Krume.
Und die Blumen unter
sind des Glaubens mächtig,
dass so Vieh– als Menschenvolk
völlig niederträchtig.
Nur von dir erwarten sie
jede seltne Güte,
weil du deine Rose nicht
brachtest, als sie blühte.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte