Deines Gartens armer Spatz

zählet dir zum Ruhme

jede ihm zur Winterzeit

hingestreute Krume.

 

Und die Blumen unter

sind des Glaubens mächtig,

dass so Vieh– als Menschenvolk

völlig niederträchtig.

 

Nur von dir erwarten sie

jede seltne Güte,

weil du deine Rose nicht

brachtest, als sie blühte.


Das Gedicht "Annemarie" stammt von (* 1864-06-03, † 1905-02-11).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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