Was paßt, das muß sich ründen,

Was sich versteht, sich finden,

Was gut ist, sich verbinden,

Was liebt, zusammensein.

Was hindert, muß entweichen,

Was krumm ist, muß sich gleichen,

Was fern ist, sich erreichen,

Was keimt, das muß gedeihn.

 

Gib traulich mir die Hände,

Sei Bruder mir und wende

Den Blick vor Deinem Ende

Nicht wieder weg von mir.

Ein Tempel – wo wir knieen –

Ein Ort – wohin wir ziehen

Ein Glück – für das wir glühen

Ein Himmel – mir und dir.


Der Text des Gedichts "An Adolph Selmnitz" stammt von (* 1772-05-02, † 1801-03-25).




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