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Gesang zu Vater Stillings Fest


Den 12. September 1815.

 

Erschalle laut aus frommer Brust,

O heller Klang der Lieder!

Der Herr, der Ursprung unsrer Lust,

Blickt segnend auf uns nieder.

Der nimmer von den Seinen läßt,

Hat Stillings Haus und Stillings Fest

Mit reicher Huld gesegnet.

 

Der auf dem Friedensbogen stand,

Als es genug geregnet,

Der segnend in dem fremden Land

Dem Abraham begegnet,

Er läßt schon so viel tausend Jahr′

Die, welche sein wird, ist, und war,

Die ew′ge Liebe walten.

 

Komm′ aus dem alten Cedernhain,

Aus Patriarchen-Hütten,

Komm′, Einfalt, züchtig, fromm und fein

Mit kindlich milden Sitten!

Laß unser Leben, unsern Gang,

Dies Haus auch bleiben dir zum Dank

Ein Bild aus alten Zeiten.

 

O Vater, freundlich, stark und mild,

Der hier im Hause waltet,

Bist uns des ew′gen Vaters Bild,

Der nimmermehr veraltet.

So blühe fort in Gottes Stärk′,

Gleich rüstig stets zum frommen Werk,

Du theure Zier der Greise.

 

Die Zeit geht ihren ernsten Gang,

Doch Gott ist′s, dem wir wallen;

Hallelujah, der Lobgesang,

Soll ewig ihm erschallen!

Und Stilling, der geprüfte Mann,

Führ′ lang noch seine Kinder an

Zum süßen Lobe Gottes.



(* 11.12.1783, † 11.12.1817)




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