Empfangen und genähret

vom Weibe wunderbar,

kömmt er und sieht und höret

und nimmt des Trugs nicht wahr;

gelüstet und begehret

und bringt sein Tränlein dar;

verachtet und verehret;

hat Freude und Gefahr;

glaubt, zweifelt, wähnt und lehret,

hält nichts und alles wahr;

erbauet und zerstöret

und quält sich immerdar;

schläft, wachet, wächst und zehret;

trägt braun und graues Haar,

und alles dieses währet,

wenn′s hoch kommt, achtzig Jahr.

Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder

und er kömmt nimmer wieder.


Der Text des Gedichts "Der Mensch" stammt von (* 1740-08-15, † 1815-01-21).




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