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Sonett


Aus dem Italienischen Petrarchae.

 

Ist Liebe lauter nichts, wie daß sie mich entzündet?

Ist sie dann gleichwohl was, wem ist ihr Tun bewußt?

Ist sie auch recht und gut, wie bringt sie böse Lust?

Ist sie nicht gut, wie daß man Freud aus ihr empfindet?

 

Lieb ich gar williglich, wie daß ich Schmerzen trage?

Muß ich es tun, was hilfts, daß ich solch Trauren führ?

Tu ichs nicht gern, wer ists, der es befiehlet mir?

Tu ich es gern, warum, daß ich mich dann beklage?

 

Ich wanke wie das Gras, so von den kühlen Winden

Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.

Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer

 

Von Wellen umjagt nicht kann zu Rande finden.

Ich weiß nicht was ich will, ich will nicht was ich weiß,

Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiß.



(* 23.12.1597, † 20.08.1639)




Bewertung:
4/5 bei 8 Stimmen

Kommentare

  • Gravatar von Webmaster
    Webmaster | webmaster@zgedichte.de
    vor rund 4 Jahren

    @Saskia: Diese Sonett stammt aus dem Jahre 1624! Viel Glück bei Deinem Abitur, ich drück Dir die Daumen!
    -Webmaster

  • Gravatar von Saskia
    Saskia |
    vor rund 4 Jahren

    Aber eine andere Frage, aus welchem Jahr stammt dieses Sonett, ich würde es gee als Abiturvorbereitung Analysieren aber dafür bräuchte ich auch das Entstehungs Jahr.

  • Gravatar von Rolf
    Rolf |
    vor rund 5,5 Jahren

    Ein Sonett, dass den verwirrenden Charakter der Liebe grandios zum Ausdruck bringt