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Herbstgefühl


Wie ferne Tritte hörst du ′s schallen,

Doch weit umher ist nichts zu sehn,

Als wie die Blätter träumend fallen

Und rauschend mit dem Wind verwehn.

 

Es dringt hervor wie leise Klagen,

Die immer neuem Schmerz entstehn,

Wie Wehruf aus entschwundnen Tagen,

Wie stetes Kommen und Vergehn.

 

Du hörst, wie durch der Bäume Gipfel

Die Stunden unaufhaltsam gehn,

Der Nebel regnet in die Wipfel,

Du weinst und kannst es nicht verstehn.



(* 18.06.1839, † 01.04.1911)




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