In der Heimat war ich wieder,
Alles hab ich mir besehn,
Als ein Fremder, auf und nieder,
Mußt ich in den Straßern gehn.
Nur im Friedhof fern alleine
Hab ich manchen Freund erkannt,
Und bei einem Leichensteine
Fühlt ich eine leise Hand.
Gedichte
Martin Greif
In der Heimat war ich wieder,
Alles hab ich mir besehn,
Als ein Fremder, auf und nieder,
Mußt ich in den Straßern gehn.
Nur im Friedhof fern alleine
Hab ich manchen Freund erkannt,
Und bei einem Leichensteine
Fühlt ich eine leise Hand.
Das Gedicht "Fremd in der Heimat" stammt von Martin Greif (* 1839-06-18, † 1911-04-01).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.