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Suleika


Hochbeglückt in deiner Liebe

Schelt′ ich nicht Gelegenheit;

Ward sie auch an dir zum Diebe,

Wie mich solch ein Raub erfreut!

 

Warum läßt du dich berauben?

Gib dich mir aus freier Wahl;

Gar zu gerne möcht ich glauben -

Daß dein Herz ich selber stahl.

 

Was so willig du gegeben,

Bringt dir herrlichen Gewinn;

Meine Ruh, mein reiches Leben

Geb ich freudig, nimm es hin!

 

Scherze nicht! Nichts von Verarmen!

Macht uns nicht die Liebe reich?

Halt ich dich in meinen Armen,

Welch ein Glück ist meinem gleich.



(* 20.11.1784, † 06.12.1860)




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