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Wie jenem König Midas...


Wie jenem König Midas: Er vernarrte

Zuletzt dem Schein von Goldenem sich so,

Daß was er griff zu gelbem Glanz erstarrte,

Speise und Trank; die Erde, drauf er floh

 

Vor seinem Fluch, glänzte ihm unterm Schritt

Vergoldet auf. So wandelt sich in Glut

Was mich berührt. So unentrinnbar tritt

Geliebtes plötzlich aus der fremden Hut,

 

So unausweichlich nahst mir Du aus allen

Weiten des Himmels, das verhängte Ziel,

Dem jeder Weg schon zu Beginn verfallen.

 

Und auf dem abgewandten, fliehnden, leer

Geglaubten, sieh, in einem neuen Spiel

Dir zu entgehen, fand ich Dich noch mehr.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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