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Doch dann zuletzt...


Doch dann zuletzt bist Du das gute Gleiten

Ins Schlafende, das ohne Sprache ist

Wie ohne Traum. Das sich so tief vergißt,

Daß Namen schon es mit sich selbst entzweiten.

 

Sie stehen wieder stumm im Topf aus Ton,

Und was sie sprachen wurde nie gesagt,

Und was sie klagten wurde nie geklagt:

Ganz pflanzenhaft in einer dunklen Fron

 

Von Wuchs und Trieb sind sie zurückgewandt

Zum Schweigenden. Und Du darfst nichts erwarten

Als Dieses nur: daß sie einmal, besehn

 

Von Deinem Blick, berührt von Deiner Hand,

So wie ein plötzlich übersonnter Garten,

Aufbrechen und in jäher Blüte stehn.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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