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Der Gorilla


Er atmet ihre Schwüle längst nicht mehr,

Doch lastet seinem Nacken immer noch der Traum der großen Seen

Und läßt ihn tief zum Sand gebückt und schwer

Im Takt zur Wiederkehr der Eisenstäbe gehn.

Er möchte wohl der Glanz der Papageien sein,

Das Duften der Reseden und der Walzerklang,

Doch bricht kein Strahl den trüben Spiegel seines Auges ein:

Die Hand trägt still gefaltet den beträumten Gang

Dem fremden Leuchten still und fremd vorbei.

Manchmal, im Schrei,

Der fernher trifft, fühlt er sich jäh dem Schlund

Des Schlafes steil emporgereckt entragen

Und knirschend seiner Stirne aufgewandtes Rund

An steingewölbte Firmamente schlagen.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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