Auf den stillen Feldern träumt das Mondlicht

seinen weißen Traum und küßt die Blumen,

bis sie blaß und blässer werden. Silbern

glänzt der Teich im Tann; wie schneeige Schleier,

die versteckte Nixen von sich streifen,

blitzts auf seiner spiegelklaren Fläche.

Weiße Rauche dampfen aus den Thalen,

wo der Armut Hütten lichtverklärt sind

und vertraute Grüße lautlos wechseln

mit des kleinen Kirchhofs niedern Kreuzen ..

Weißer Friede, weißer weicher Friede ...


Das Gedicht "Frühlingsnacht" stammt von (* 1859-07-22, † 1927-04-28).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte