Es quillt des Abendsterns
Geheimnisvoller Schein,
So nah und auch so fern,
Mir in das Herz hinein.
Drin glüht ein andres Licht,
So nah und auch so fern,
Das Herz umschließt es dicht -
Doch weit ists wie der Stern.
Du goldner Liebesstrahl,
Geh, frage deinen Stern,
Bleibt er zu deiner Qual,
Dir ewig, ewig fern?
Das Gedicht "Stille Frage" stammt von Luise Büchner (1821 - 1877).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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