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Lorenzo di Medici (1)


Die niedren Hütten, wie die stolzen Hallen

Firenze′s sind erfüllt von Gram und Schweigen,

Die schönste Jungfrau, edel sonder Gleichen,

 

Die dort gewohnet, ist dem Tod gefallen,

Zu ihrer Bahre Ströme Volkes wallen;

 

Ein Jeder will vor ihr die Kniee neigen,

Ihm däucht an dieser lieblichsten der Leichen,

 

Es sei der Schönheit Reich mit ihr zerfallen,

Denn, wie die Sonne, eh′ sie niedergeht,

 

Noch ihre vollste Gluth der Erde sendet,

Im letzten Blick den höchsten Reiz verschwendet -

 

So hat im Leben selbst sie nie umweht

 

Ein solcher Zauber, solcher Schönheit Fülle,

Als schadenfroh der Tod leiht ihrer Hülle!



(* 12.06.1821, † 28.11.1877)




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