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Abreise


So hab ich nun die Stadt verlassen,

Wo ich gelebet lange Zeit;

Ich ziehe rüstig meiner Straßen,

Es gibt mir niemand das Geleit.

 

Man hat mir nicht den Rock zerrissen,

Es wär′ auch schade für das Kleid!

Noch in die Wange mich gebissen

Vor übergroßem Herzeleid.

 

Auch keinem hat′s den Schlaf vertrieben,

Daß ich am Morgen weiter geh;

Sie konnten′s halten nach Belieben,

Von einer aber tut mir′s weh.



(* 26.04.1787, † 13.11.1862)




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