Da droben auf einsamer Höhe

Die wilde Rose blüht,

Und wer sie von Ferne gesehen,

In heißer Sehnsucht erglüht.

 

Zu ihr über Felsen und Klüfte

Ein kühner Jäger klimmt.

Schon ist er in nächster Nähe -

Das Auge in Thränen ihm schwimmt.

 

Er will sie erfassen und pflücken.

Da strauchelt jäh sein Fuß;

Des Abgrunds finstere Tiefe

Empfängt ihn mit kaltem Kuß.

 

Da droben auf einsamer Höhe

Die wilde Rose blüht,

Und wer sie von Ferne gesehen.

In heißer Sehnsucht erglüht. -


Das Gedicht "Die wilde Rose" stammt von   (1814 - 1871).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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