Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,

Die Schwerter wieder rein von Blut;

Dann will ich zu der Stätte wallen,

Wo Robert Blum, der Edle, ruht;

Dann schmück′ ich unter Thränen

In einer stillen Nacht,

Wenn sie mich schlummernd wähnen,

Sein Grab mit Blumenpracht.

 

Was soll uns jetzt die Klage frommen?

Mein Aug ist heiß, doch thränenleer,

Es wird der Tag des Kampfes kommen,

Die Leier nicht - es gilt den Speer!

Aus jeder Todeswunde

Ein Gott der Rache spricht:

Noch kennt ihr bis zur Stunde

Des Zornes Allmacht nicht!


Das Gedicht "Den Mördern Robert Blum′s" stammt von   (1814 - 1871).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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