Nach oben

Sommertraum


Golddurchflammte Ätherwogen,

Schwerer Äste grüne Bogen,

Süss verwob′ne Träumerei′n ...

Sommer, deine warmen Farben,

Helle Blumen, gold′ne Garben

Leuchten mir ins Herz hinein ...

In dem Wald, dem dämm′rig düstern,

Hörst du′s rauschen, lispeln, flüstern,

Elfenmärchen - Duft und Schaum ...?

Blumenkinder nicken leise,

Lauschen fromm der alten Weise

Von des Waldes Sommertraum ...

Und der See, der windumfächelt

Lallend plätschert, sonnig lächelt,

Netzt das Schilf aus lauem Born ...

Rosen blühen am Gelände,

Rosenglut, wo ich mich wende,

Und im Herzen tief ein Dorn ...



(* 27.04.1877, † 03.02.1897)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

  • Noch kein Kommetar vorhanden!