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Schweigen


...Und rings das Schweigen ... tödlich schweres

Schweigen,

Als wär′ der stumme, blasse Lebensgeist

So straff geschwellt mit lauten Schmerzensworten,

Dass er daran erstickend würgt und schweigt.

Er ringt in mir nach Athem, keucht danach,

In einen gellen Schrei zu pressen all

Das stumpfe Elend ...

 

Einen Schrei, der klirrend

Die Seelenfasern auseinandersprengt,

Dass mir die blonde, traumumwehte Psyche

Verhauchend aufgeh′n darf im blauen All ...

... In kühler Kelche Duft sich wiegend,

In leisem Wohlklang weich sich schmiegend,

Endlich befreit ...!



(* 27.04.1877, † 03.02.1897)




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