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Mattgelb


»O toi, que j′eusse aimée ...«

 

Einmal sollte durch mein Leben

Jene Hand, die blasse, schweben,

Wie ein Lenzwind ... duftbethaut ...

In der Seele müden Saiten

Hört′ ich leise, zärtlich gleiten

Wundersamen Äolslaut ...

Immer tiefer wollt′ es schwellen ...

Hab′ mich an den dunklen Wellen,

An dem süssen Klang gelabt ...

Und ich weiss, mit tiefem Bangen,

Jene Hand ist früh vergangen ...

Weil ich sie zu lieb gehabt ...

Und ich weiss ... in sel′gen Hainen,

Wo die lichten Brunnen weinen,

Lag ich einst vor dir auf Knien.

Fernher bebte Glockenläuten ...

Matte gelbe Rosen streuten

Ihre Blätter um uns hin ...



(* 27.04.1877, † 03.02.1897)




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