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Malwine


Ich habe mich deinetwegen

gewaschen und rasiert.

Ich wollte mich zu dir legen

mit einem Viertelchen,

mit einem Achtelchen -

Malwine!

 

Doch du hast dich geziert.

Der Kuckuck hat geschrien

auf deiner Schwarzwalduhr.

Ich lag vor deinen Knien:

"Gib mir ein Viertelchen!

Gib mir ein Achtelchen!

Malwine!

Ein kleines Stückchen nur!"

 

Dein Bräutigam war prosaisch.

Demselben hat gefehlt,

dieweilen er mosaisch,

ein kleines Viertelchen,

ein kleines Achtelchen...

das hätt dich sehr gequält!

 

Du hast mir nichts gegeben

und sahst mich prüfend an.

Das, was du brauchst im Leben,

sei nicht ein Viertelchen,

und nicht ein Achtelchen...

das sei ein ganzer Mann -!

 

Mich hat das tief betroffen.

Dein Blick hat mich gefragt...

Ich ließ die Frage offen

und habe nichts gesagt.

Daß wir uns nicht besaßen!

So aalglatt war mein Kinn.

Nun irr ich durch die Straßen...

Malwine-!

und weine vor mich hin.



(* 09.01.1890, † 21.12.1935)




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