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Der Friede


Der Friede stürzt ins Land

Gleich einem Schaf, von Wölfen angerissen.

Er trägt ein grau Gewand,

Zerflattert und zersplissen.

 

Sein Antlitz ist zerfressen,

Sein Auge ohne Glanz.

Er hat vergessen

Den eignen Namen ganz.

 

Gleich einem alten Kind

(Gealtert früh in Harmen)

Steht er im Abendwind

Und bettelt um Erbarmen.

 

Es glänzt sein blondes Haar,

Der Sonne doch ein Teilchen.

Er bietet lächelnd dar

Ein welkes Herz und welke Veilchen.



(* 04.11.1890, † 14.08.1928)




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