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Blick in den Spiegel


Mein Spiegel ist von Herbstnebeln blind.

Ich kann nicht mehr in den Mai zurück.

Ich flechte aus meinen weißen Haaren mir einen langen Strick.

Ich schlinge ihn um das Horn des Mondes am Himmel fest,

Dass er nicht reißt, wenn mich der Frühwind tanzen lässt.

Mein Zunge wird mir aus den Zähnen jappen.

Reißt sie heraus, gönnt einem Hunde den Happen.

(Er wird fortan nur noch nach schönen Versen schnappen.)



(* 04.11.1890, † 14.08.1928)




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