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Zwei Augen wie Sterne


Zwei Augen wie Sterne

Die sähen so gerne

Das wonnige Licht,

Und dürfen es nicht;

Die hellen Karfunklen

Die könnten verdunklen

Das sonnige Licht,

Und dürfen es nicht.

O Liebesverlangen!

In Kerker gefangen,

Sind die Augen so minniglich,

Die Lippen so wonniglich,

Die Worte die milden,

Die Locken so gülden,

Es bricht mir das Herz

Vor Leidmuth und Schmerz.

Ich sehe bis an den Tod

Die Lippen rosinroth

Und sollt ich nimmer genesen,

Dächt ich doch an ihr minniglich Wesen,

An ihr Blicken so mild,

An das schönste Frauenbild,

Und sollt ich Schmach und Tod erwerben

Das Mägdlein minnt ich und sollt ich sterben.



(* 11.02.1780, † 26.07.1806)




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